Aus all diesem ist nur eine einzige Schlußfolgerung zu ziehen: Die Unvernunft ist ein großes Übel, die den Menschen in die Hölle führt. Die Hölle jedoch ist ein Platz von endlosen Qualen, vor der nicht einmal der Tod einen Ausweg bietet. Diese Wahrheit ist so absolut und so unerträglich, dass kein Mensch sagen kann “mir geschieht schon nichts”. Im Quran wird den Leugnern ausführlich von den schmerzerfüllten Schreien in der Hölle berichtet, die den Menschen bis auf die Knochen erstarren lassen, von der Haut, die sich auch nach vielfachem Verbrennen stets erneuert und von der Mischung aus Blut und Eiter, die den Durstigen zum Trinken gereicht wird.Und an diesem Tage die Hölle herangebracht wird - an diesem Tage möchte der Mensch die Ermahnung annehmen. Aber was nützte ihm dann noch die Ermahnung? Dann wird er rufen: "O wenn ich doch für mein (künftiges) Leben etwas vorausgeschickt hätte!" (Sure al-Fadschr, 23-24)Sähst du nur, wie sie vor das Feuer gestellt werden und dann sprechen: "Ach, dass wir doch zurückgebracht würden. Wir würden dann die Botschaft unseres Herrn nicht mehr der Lüge zeihen und würden gläubig sein!" (Sure al-An'am, 27)Und sie werden sagen: "Hätten wir nur zugehört und Verstand gehabt, wären wir nicht unter den Bewohnern der Feuersglut." (Sure al-Mulk, 10)
Dies sind die Verluste, die die Unvernunft im Jenseits bereitet. Doch die Menschen, die sich aufgrund ihr Unvernunft von der Religion entfernen und versuchen, Abstand vom Jenseits zu gewinnen und die weltlichen Wohltaten zu leben, gelangen im irdischen Leben niemals in Besitz des Umfeldes, das sie gerne haben möchten. Während ihres gesamten Lebens erfahren sie zahlreiche materielle und ideelle Verluste. Zunächst leben sie stets im mangelnden Gottvertrauen und der daraus resultierenden Unruhe, da sie sich nicht Allah und ihrer Vorherbestimmung ergeben. Sie führen ihr Leben in ständiger Sorge und sind zum Beispiel von Zukunftsangst, Verlust ihres Besitzes, drohende Armut, Ferne von geliebten Menschen und Unterlegenheitsgefühlen beherrscht.
Da sie nicht die Sitte des Quran leben, können sie mit niemanden eine wirkliche Freundschaft eingehen und begreifen weder wahre Liebe, Achtung und Treue noch die anderen Besonderheiten der schönen Sitte. Da sie ihr Leben nicht entsprechend dem Quran führen, leben sie die Beschwernisse des heidnischen Systems. In einem solchen Leben herrscht beständige Reue selbst über das, was sie vor einem Tag oder auch nur einer Stunde getan haben.
Sie können weder klug noch weise sprechen, da sie ihre Klugheit nicht benutzten. Sie sprechen stundenlang, finden kein Ende, schaffen es nicht, greifende Maßnahmen und kluge Lösungen zu finden. Sie können die Schönheiten der Menschen und deren Feinheiten nicht erkennen und sind deshalb unfähig, diese in schöner Weise auszudrücken. Sie erfreuen sich nicht an Kunst und Ästhetik und produzieren keine klugen Neuerungen. Sie geben klassische Muster und gelebte Gewohnheiten nur schwer auf und setzen sich auch ungern Neuheiten aus.
Die Situation törischter Menschen wird im Quran mit folgendem Beispiel dargestellt:
Zweifellos drückt dieses Beispiel sehr gut die Situation aus, in der sich ein törichter Mensch befindet. Überdies ist ein törichter Mensch, wie in dem Vers mitgeteilt, ein Mensch, der zu nichts taugt und seiner Umgebung zur Last fällt. Deshalb ist eine solche Person ein Leben lang dazu verurteilt, in stetem Verlust zu leben. In einem Vers berichtet Allah folgendermaßen von törichten Menschen:Und noch ein Gleichnis von Allahs von zwei Männern: Der eine ist stumm und zu nichts imstande und für seinen Herrn eine Last und er bringt nicht Gutes, wohin er ihn auch schickt. Ist er etwa dem gleich, der befiehlt, was Rechtens ist, und sich auf dem rechten Weg befindet? (Sure an-Nahl, 76)
Törichte Menschen ergeben zugleich eine törichte Gesellschaft; diese wiederum erscheint in einem, von der Religion entfernten Umfeld voller Chaos, Unterdrückung, Ungerechtigkeit, Haß, Gewalt und Intoleranz sowie allen anderne, negativen Begleiterscheinungen. Aufgrund ihrer Unvernunft können die Menschen die Allmacht Allahs nicht loben und fürchten Ihn deshalb auch nicht. Doch in einer Gesellschaft, die sich nicht vor Allah fürchtet, können alle Arten von Vergehen verübt werden. Die Menschen können sich ganz einfach gegenseitig töten, ihre Rechte mißbruchen und sich Verbrechen, wie zum Beispiel Betrug, zuwenden. Da ihre Gefühle von Barmherzigkeit und Liebe abgestumpft sind, begehen sie jede Art von Ungeheurlichkeiten.Niemand kann glauben ohne Allahs Erlaubnis. Er aber zürnt denen, die ihren Verstand nicht gebrauchen. (Sure Yunus, 100)
Dargestellt ist hier nur ein kurzer Auszug aus dem Schadensregister, welche die Unvernunft den Menschen auf Erden bereitet. Jeder Mensch soll über die Beschränkungen nachdenken, die seine Klugheit verschleiern, er soll sich mit aller Kraft davon befreien und die Schönheiten leben, die auf Erden und im Jenseits durch die Klugheit gewonnen werden.